ANWENDERSTORY DRK KRANKENHAUS BIEDENKOPF

Quelle: Pressemitteilung DRK Kreisverband Biedenkopf e.V. vom 21.04.2020

Die FFP2 Filter werden beim DRK Kreisverband Biedenkopf zurecht geschnitten.
© Copyright: DRK Kreisverband Biedenkopf e.V

Die Preise für Schutzartikel explodieren zurzeit und das DRK-Krankenhaus in Biedenkopf ist froh darüber, dass man sich einerseits frühzeitig um medizinische Grundartikel gekümmert hat, andererseits über die sagenhafte Ideenvielfalt und Spendenbereitschaft von ansässigen Firmen. „Die Biedenkopfer Firma FKM Sintertechnik hat allein für unser Krankenhaus 200 Masken im 3D-Druck gespendet, hinzukommen weitere 250 Masken für unsere beiden Seniorenheime in Biedenkopf und Wallau. Diese sind für uns wirklich ein Segen, da sie sich wieder-verwenden lassen“, so Werner Bergener, Leiter des Controllings des DRK Kreis-verbandes Biedenkopf e.V. „Wir sind Dienstleister für 3D-Drucke und haben uns frühzeitig mit dem Thema Herstellung von Masken beschäftigt, uns einen pass-senden Datensatz besorgt, dreidimensionale Funktionsprototypen hergestellt und überarbeitet. Mittlerweile haben wir zwei Maschinen nur für die Produktion der 3D-Masken abgestellt und über 4.000 Masken produziert, die wir bewusst Gesundheitseinrichtungen in Biedenkopf und Umgebung kostenlos zur Verfügung stellen“, so Matthias Henkel, Geschäftsführer der FKM.

Von der Idee zum fertigen Produkt

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Die Maskenrohlinge werden mithilfe des industriellen 3D-Druckverfahrens „se-lektives Lasersintern“ (SLS) hergestellt. Das Kunststoffpulver wird auf eine Bau-plattform in sehr dünner Schichtstärke (0,1 mm) aufgetragen und anschließend punktgenau und bedarfsgerecht durch einen Laserstrahl entlang der vorher per CAD-Programm (rechnerunterstütztes Konstruieren) festgelegten Strukturen verschmolzen. Die Plattform wird herabgesenkt und eine neue Schicht aufgetra-gen, so dass Schicht für Schicht die 3D-Masken entstehen. Im Anschluss werden die Masken durch das Strahlen von Pulverresten befreit und die Oberflächen geglättet.

Filtermaterial der Hollingsworth & Vose GmbH

Die Masken werden mit Gummibändern versehen.
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Die fertigen Maskenrohlinge lassen sich mit frei wählbaren Filtermaterialien nut-zen. Der DRK Kreisverband Biedenkopf hat von der Hollingsworth & Vose GmbH, einem globalen Hersteller von hochentwickelten Materialien für Filtrati-ons-, Batterie- und Industrieanwendungen, mit Niederlassung in Hatzfeld, eine großzügige Spende über Filterpapier erhalten, welches sowohl für die 3D-Mas-ken als auch für in Handarbeit produzierte FFP2 Masken genutzt wird. Beim DRK Kreisverband werden die Filter passgenau geschnitten, die Maskenrohlinge hän-disch mit diesen bestückt, Gummibänder montiert und die Passform optimiert. Jeder Maskenrohling wird mit 3 Filtern ausgestattet, der von den Mitarbeitern nach Gebrauch gewechselt werden kann. Vor dem Einsatz werden die Masken in der eigenen Zentralsterilisation aufbereitet. Nach dem Gebrauch der Masken werden die Filter entsorgt und die Masken erneut im RDG (Reinigungs- und Des-infektionsgerät) gereinigt und thermisch desinfiziert. Da die Masken keine offizi-elle Zulassung als Medizinprodukt haben, stellen wir sie unseren Mitarbeitern für den privaten Gebrauch zur Verfügung und betrachten sie als Notvorrat, sollte die Belieferung mit zugelassenen FFP2 Masken weiterhin schwierig bleiben, ergänzt die Vorstandsvorsitzende des DRK, Cornelia Bönnighausen.

Solidarität und Hilfsbereitschaft

Die 3D-Masken werden im DRK-Krankenhaus im RDG (Reinigungs- und Desin-fektionsgerät) gereinigt und thermisch desinfiziert.
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Der DRK Kreisverband Biedenkopf bedankt sich bei FKM Sintertechnik, deren Zulieferern EOS und Evonik, die an dieser außergewöhnlichen Aktion beteiligt waren, und bei Hollingsworth & Vose. Die Idee gedruckte Masken zu fertigen, entstand im privaten Umfeld von Matthias Henkel und ist schon jetzt eine Er-folgsgeschichte.


DRK Kreisverband Biedenkopf e.V.

Die Maske ist einsatzbereit.
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Der DRK Kreisverband Biedenkopf e.V. zählt 400 hauptamtliche und 200 ehren-amtliche Mitarbeiter, die die Versorgung der Menschen in Biedenkopf und der Region sichern. In unserem Krankenhaus setzen wir auf exzellente Therapie und Betreuung, hochqualifizierte Diagnostik sowie interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die ambulante Behandlung in den Praxen niedergelassener Ärzte und die stati-onäre Therapie in unserem 105-Betten-Haus erfolgen größtenteils durch Beleg-ärzte. Zum Angebot unseres Kreisverbands gehören auch das Seniorenzentrum Lahnaue in Biedenkopf und das Seniorenzentrum in Wallau sowie der ambulante Pflegedienst. Hinzukommen umfassende Versorgungs- und Gesundheitsleistun-gen wie ein umfangreiches Kursangebot, Hausnotruf, Menüservice und vieles mehr. Damit bietet das DRK-Netzwerk den Menschen Hilfe für jede Lebenslage aus einer Hand.